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Learning from...?
Lernen von / mit / in Medienkulturen

XII. Fachtagung in der Reihe interfiction
im Rahmen des 22. Kasseler Dokumentarfilm und Videofests

Kassel, 11. 11. - 13. 11. 2005

Konzipiert von Verena Kuni
Organisation und Realisation in Zusammenarbeit mit
Karsten Asshauer und Anders Turge Lehr
sowie mit Gerhard Wissner und Wieland Höhne/Filmladen Kassel e.V.

 

interfiction.org

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interfiction XII

Learning from...? Lernen von / mit / in Medienkulturen

Was heisst "Lernen" von, mit und in Medienkulturen?
Etwa: Wissenserwerb im WWW auf einen Klick?
Sicher nicht. Mit dem Surfen in Infotainment-Angeboten dürfte es jedenfalls kaum getan sein. Klar ist jedoch, dass sich verschiedene Medienkulturen je auf ihre Weise als Lernumgebungen formieren, in denen sich nicht nur "Informationen" und "Wissen", sondern auch soziale und kulturelle Kompetenzen entwickeln und vermitteln lassen.

Insbesondere der Begriff des "e-Learning" hat in diesem Zusammenhang seit einigen Jahren verschiedene Konjunkturen erfahren – allerdings nicht unbedingt im kulturellen Feld. Denn während Unternehmen mittlerweile mit großer Selbstverständlichkeit sowohl e-Learning-Systeme nutzen als auch in die entsprechende Forschung und Entwicklung investieren, ziehen die öffentlichen Bildungseinrichtungen nur langsam nach. Zwar gibt es ein großes Interesse am Thema und eine ansehnliche Zahl geförderter Initiativen. Insgesamt jedoch hat man hier mit erheblichen strukturellen wie auch ökonomischen Problemen zu kämpfen.
Gerade im Bereich der Kulturwissenschaften und der Künste kommt nicht selten eine spezifische Skepsis gegenüber dem medienbasierten Lernen hinzu, die aus den jeweiligen Bildungstraditionen resultiert. Grundlagen kultureller Bildung mögen sich auf diese Weise didaktisch vermitteln lassen – doch wie ist es um das Erfahrungswissen und die ästhetische Anschauung bestellt? Lassen sich e-Learning-Modelle, die für betriebliche Weiterbildung oder für den naturwissenschaftlich-technischen Bereich entwickelt worden sind, adaptieren? Und wenn ja, ist eine solche Übernahme überhaupt sinnvoll oder vorteilhaft? Haben mindestens auf den ersten Blick wenig wirtschaftsorientierte Disziplinen überhaupt die Chance, vom entsprechenden Know-How zu profitieren oder ist ihnen schon aus ökonomischen Gründen der Zugang verstellt?
Welche Möglichkeiten für sinnvolle Anschlüsse und Kooperationen gibt es und welche Alternativen könnten sich ihnen bieten?

Inwieweit etwa lässt sich ein wild wucherndes Informationsgewebe wie das World Wide Web sinnvoll nicht nur als Bildungsportal, sondern als Plattform für community-basiertes Lernen nutzen? Was bedeutet "Open Source" und "Open Content" in diesem Zusammenhang?
Welche Modelle sind hier bereits entwickelt und erfolgreich erprobt worden?
Mit welchen Problemen sehen sich Initiativen konfrontiert und welche Perspektiven bieten sich?
Wie ist es um die Ökonomien bestellt?
Welche Rolle spielen Vernetzung einerseits und Institutionalisierung andererseits?

Vor dem Hintergrund dieser und weiterer Fragen sollen im Rahmen von interfiction XII zum einen aktuelle Projekte vorgestellt werden, die sich mit dem Thema Lernen und Bildung in der Medien- und Netzkultur beschäftigen; mit Rücksicht auf die Anbindung an das Dokumentarfilm- und Videofest wird der Fokus dabei auf Modellprojekten im Bereich Film / Video / medienbasierte Künste bzw. Kunst- und Medienwissenschaften liegen. Zum anderen sollen der interdisziplinären Orientierung von interfiction entsprechend nicht nur VertreterInnen anderer Fachgebiete – in diesem Fall insbesondere der Informatik/Wirtschaftsinformatik, des Mediendesigns, der Medienpädagogik – dazu eingeladen werden, Einblicke in den aktuellen Stand und die zukünftigen Entwicklungen von e-Learning zu geben. Vielmehr wird es auch darum gehen, zu klären, welche spezifischen Potentiale seitens der Künste und der Kulturwissenschaften in diesen Bereich einzubringen sind und auf dieser Basis Horizonte für übergreifende Diskussionen und weiterführende Perspektiven zu entwickeln. So wird unter anderem zu fragen sein: Was kann unsere gegenwärtige Medienkultur von vergangenen Medienkulturen lernen? Inwieweit vermögen künstlerische Arbeiten nicht nur einen Beitrag zur Debatte um die Rolle der 'neuen' Medien in Kultur und Gesellschaft zu leisten, sondern auch kulturelles Wissen zu vermitteln?

Unter dem Motto "Learning from..."? lädt das Team von interfiction XII an einem transdisziplinären Austausch interessierte KünstlerInnen, WissenschaftlerInnen und VermittlerInnen, Netzkultur-TheoretikerInnen und -PraktikerInnen dazu ein, im Rahmen der diesjährigen Workshop-Tagung ihre Thesen und Projekte rund um das Thema Lernen von / mit / in Medienkulturen vorzustellen.
Wir bitten um Einreichung eines kurzen Abstracts (ca. 1000-1500 Zeichen) und gegebenenfalls weiterer Hintergrundmaterialien in digitalisierter Form bis zum 15. 07. 2005 an: Verena Kuni (Leitung interfiction), kuni@filmladen.de, oder verena@kuni.org


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Seit Frühjahr 2000 hat interfiction eigene Netzseiten, auf denen sich alle bisherigen interfiction-Veranstaltungen dokumentiert finden
http://www.interfiction.org
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Kontakt und Information:

interfiction

c/o Verena Kuni M.A.
Schulstrasse 26
D-60594 Frankfurt/M.
T./F.: 0049-(0)69-616815
kuni@filmladen.de
oder
verena@kuni.org

Kasseler Dokumentarfilm- und Videofest

Filmladen Kassel e.V.
z. Hd. Gerhard Wissner / Wieland Höhne
Goethestr. 31
D-34119 Kassel
T.: 0049-(0)561-70764-0
F.: 0049-(0)561-70764-41
dokfest@filmladen.de

 

Weitere Hintergrund- und Programminformationen zum
Kasseler Dokumentarfilm- und Videofest
unter der offiziellen
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